Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Persönlichkeiten > Die Inspekteure der Luftwaffe > 1983-1987 Eberhard Eimler 

General Eberhard Eimler

Inspekteur der Luftwaffe von 1983 bis 1987

Generalleutnant Eberhard Eimler

Generalleutnant Eberhard Eimler (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Eberhard Eimler wurde am 30. November 1930 geboren und war der erste Inspekteur der Luftwaffe, der nicht mehr als Soldat im Zweiten Weltkrieg gedient hatte. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Elektroinstallateur studierte Eimler einige Semester Elektrotechnik, bevor er 1956 in die Bundeswehr eintrat. Es folgte die Ausbildung zum Offizier, Flugzeugführer und Fluglehrer, anschließend die Generalstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg und eine Verwendung als Referent im Führungsstab der Luftwaffe. Von 1968 bis 1970 war er Adjutant des Inspekteurs der Luftwaffe, Generalleutnant Steinhoff.

Generalleutnant Eberhard Eimler

Generalleutnant Eberhard Eimler (Quelle: Luftwaffe/Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Nach Truppen- und Stabsverwendungen wurde Generalleutnant Eimler mit nur 50 Jahren Deputy Commander Allied Air Forces Central Europe in Ramstein. Am 1. April 1983 ernannte ihn Verteidigungsminister Hans Apel zum Inspekteur der Luftwaffe. In seiner Amtszeit als Inspekteur brachte Eimler den ECR (Electronic Combat Reconnaissance) -TORNADO sowie das „Taktische Kampfflugzeug“, das später als „Jäger 90“ bezeichnet wurde und heute als EUROFIGHTER in die Luftwaffe eingeführt ist, auf den Weg. Er beschloss seine Laufbahn als General und Stellvertreter des Alliierten Oberbefehlshabers Europa (DSACEUR) der NATO in Mons/Belgien. Für seine Verdienste wurde er mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Am 30. September 1990 schied mit Eimler ein überzeugter und überzeugender Verfechter der Bedeutung von Luftstreitkräften aus dem aktiven Dienst der Bundeswehr aus.

nach oben


Stichwort „Zukunftssicherung“

Von außen betrachtet war es eine Konsolidierungsphase: Radarführungsdienst, Flugabwehrraketen- und Flugkörpertruppe erfüllten die hohen Anforderungen des Dauereinsatzes wie auch die Lufttransportkräfte. Der leichte Jagdbomber FIAT G-91 – als Ergänzung der F-104G STARFIGHTER speziell zur Unterstützung der Landstreitkräfte - war durch den ALPHA JET abgelöst und die Einsatzbereitschaft der F-4F PHANTOM-Verbände ständig verbessert worden. Die PA200 TORNADO-Einführung war im Plan.

Die Amtszeit General Eimlers wurde jedoch ein Ringen um die Luftwaffe der Zukunft: Die trinationale Konstruktion des MRCA-Programms ermöglichte ohne Kostensteigerung die zusätzliche Beschaffung von 35 TORNADO in der ECR-Auslegung - vergleichbar mit Systemen der US Air Force, zum Beispiel für den Kampf gegen Radarstellungen. Mit den zusätzlichen Flugzeugen wurde zudem der Trend zu „moderneren Systemen bei geringeren Stückzahlen“ gebremst. Der Bewilligungsprozess war jedoch ein Kraftakt.

Überhaupt stellte der knappe Haushalt die Investitionen der Bundeswehr immer mehr in Frage. Mittelzuteilungen sollten sich daher aus neuen konzeptionellen Ansätzen ableiten, zum Beispiel durch die Gewichtung des Kampfes auf dem Gefechtsfeld in Relation zu Operationen in der Tiefe des Raumes. Daneben sollte eine „bessere Bewaffnung statt neuer Waffensysteme“ die Bundeswehr-Planung von Großvorhaben entlasten.

Dennoch war die Ablösung der F-4F PHANTOM anzugehen und zwar mit strikter, politisch vorgegebener Optimierung für die Luftverteidigung. Eine Limitierung auf 10 Tonnen Leergewicht sollte die Systemkosten begrenzen, traf aber nicht den Bedarf erwünschter europäischer Partner. Auch ließen sich in diesem Zeitraum die Mittel für ein europäisches Programm nicht einplanen; ein Kauf in den USA oder Frankreich war keine Option. Dieses Patt bestand für das als Taktisches Kampfflugzeug (TKF) angedachte, 1983 in Jagdflugzeug 90 (JF 90) umbenannte Planungsvorhaben viele Jahre fort bis zur Entscheidung für den EUROFIGHTER. Hierzu wurde es unumgänglich, die mögliche Nutzungsdauer der PHANTOM auszureizen beziehungsweise zu verlängern.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 26.11.13


http://www.geschichte.luftwaffe.de/portal/poc/geschlw?uri=ci%3Abw.lw_geschlw.person.insplw.8387