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Transall C-160D

Zwei Transall C-160 des Lufttransportgeschwaders 61 in Lechfeld

Zwei Transall C-160 des Lufttransportgeschwaders 61 in Lechfeld (Quelle: Luftwaffe/Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Merkmale

Bei der Transall C-160 handelt es sich um einen zweimotorigen Hochdecker mit Druckkabine und Heckfrachttor. Der Laderaum ist 13,5 m lang, 3,15 m breit und 2,98 m hoch.

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Transall im Flug über Feldern

Transall im Flug über FeldernGrößere Abbildung anzeigen

Entwicklung und Einführung

Die Projektstudien für den Nachfolger, der zu dieser Zeit in der Einführung befindlichen Nord 2501 Noratlas, begannen 1957. Zwei Jahre später wurde die deutsch-französische Arbeitsgemeinschaft TRANSALL gegründet. Der Auftrag lautete, ein Transportflugzeug mittlerer Größe gemäß den Vorgaben der beiden Länder zu entwickeln und zu produzieren.

Der Erstflug der Transall fand am 25. Februar 1963 in Melun-Villaroche, Frankreich, statt. Die beiden weiteren Prototypen flogen erstmals am 25. Mai 1963 in Lemwerder beziehungsweise am 19. Februar 1964 in Hamburg-Finkenwerder. Neben den drei Prototypen wurden sechs Vorserienflugzeuge zur Durchführung der Flugerprobung eingesetzt.

Die ersten Transall wurden im April 1968 an die französische und deutsche Luftwaffe übergeben. Das Lufttransportgeschwader 63 erhielt die ersten Maschinen. Ihm folgten die Flugzeugführerschule S in Wunstorf und ab Juni 1970 das LTG 61 in Landsberg/Lech.

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Einsätzende Verbände

Geschwader
VerbandZeitraumStandort
Flugzeugführerschule S1968 - 1978Wunstorf
Lufttransportgeschwader 611971 - heuteLandsberg / Penzing
Lufttransportgeschwader 621978 - heuteWunstorf
Lufttransportgeschwader 631968 - heuteAlt Duvenstedt / Hohn
Wehrtechnische Dienststelle 611968 - heuteManching

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Luftfahrzeuge

Die Transall der Luftwaffe erhielten die Kennungen 50+01 bis 51+15. Bei den ersten fünf Maschinen handelt es sich um die beiden Prototypen (V2 und V3) sowie die Vorserienflugzeuge (A01, A03 und A05). Die 50+06 war die erste für den Einsatz bei der Luftwaffe bestimmte Transall. Die Flugzeuge mit den Kennungen 50+11 bis 50+16, 50+18 bis 50+28 und 50+30 bis 50+32 wurden an die Türkei abgegeben.

Mit Stand 1. April 2008 befinden sich noch 85 Transall bei der Luftwaffe im weltweiten Einsatz. Eine Maschine gehört der Wehrtechnischen Dienststelle 61 in Manching bei Ingolstadt.

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Technische Daten

Technische Daten
Hersteller: Nord / VFW / MBB
Triebwerk: 2 Rolls Royce / MTU Tyne RTy 20 Mk.22 Propellerturbinen
Leistung: je 4549 kW
Länge: 32,40 m
Höhe: 11,65 m
Spannweite: 40,00 m
Leergewicht: 29000 kg
Max. Abfluggewicht: 49150 kg
Höchstgeschwindigkeit: 530 km/h
Reisegeschwindigkeit: 455 km/h
Dienstgipfelhöhe: 8500 m
Reichweite: 1170-5000 km
Besatzung: 4-6 + max. 90 Passagiere oder 62 Tragen / 60 Fallschirmjäger
Erstflug: 25.02.1963

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Besonderheiten

Die Transall zeichnet sich durch besonders gute Kurzstart- und Landefähigkeiten aus. Darüber hinaus kann sie von behelfsmäßigen Pisten aus eingesetzt werden. Im Rahmen vieler humanitärer UNO-Einsätze, wie in Afrika oder auf dem Balkan wurden die Transall der Luftwaffe zum Transport von Hilfsgütern oder zur medizinischen Versorgung von Kranken und Verletzten eingesetzt. Auch die NATO-Einsätze für ISAF (International Security Assistance Force) im Afghanistan-Konflikt sind zu erwähnen. In der MEDEVAC-Version als Krankentransporter (zurzeit 4 Maschinen) können bis zu 3 Patiententransporteinheiten (PTE) und 8 Monitoring-Patienten von 12 Ärzten/Sanitätern versorgt werden.

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Eine C-160 Transall bei der Landung

Eine C-160 Transall bei der LandungGrößere Abbildung anzeigen

Hintergrundinformationen

Das Projekt der Transall C-160 war die erste europäische Kooperation zur Entwicklung und Produktion eines Großflugzeuges. Der Name Transall leitet sich aus dem Begriff Transport-Allianz ab. Im Rahmen der Militärhilfe wurden 1971 20 der ursprünglich 110 bestellten Maschinen an die Türkei abgegeben.

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Bilder


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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Toni Dahmen


http://www.geschichte.luftwaffe.de/portal/poc/geschlw?uri=ci%3Abw.lw_geschlw.waffe.transfz.c160