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Das Jahr 1956

Das Bundesministerium für Verteidigung plant 1956 folgende Stationierung für die fliegenden Verbände der Luftwaffe: Transportgeschwader 61 in Diepholz und 62 in Erding, Tagjägergeschwader Interceptor Day Fighter 11 in Leck, 12 in Illesheim/Franken, 13 in Nörvenich, 14 in Limburg, mit jeweils drei fliegenden Staffeln, Jagdbombergeschwader (Fighter / Bomber) 31 in Stade, 32 in Büchel, 33 in Wittmundhaven, 34 in Herrenberg/Württemberg, 35 in Hesepe/Cloppenburger Land, 36 in Rißtissen/Ulm, 37 in Nordhorn/Niedersachsen, und 39 in Bissel/Bremen, Aufklärungsgeschwader/Nacht-/Allwetterjäger (Tactical Reconnaissance/Night/All Weather Fighter) 51 in Rotenburg/Wümme, 52 in Manching/Ingolstadt, 53 in Achmer/Osnabrück. Bis auf die Transportverbände sollen alle Geschwader auf jeweils drei Standorte mit je einer fliegenden Staffel verteilt werden. Diese Gliederung wird ab Herbst 1956 aufgrund der nicht verfügbaren 51 Flugplätze sowie der zur Inbetriebnahme notwendigen Ressourcen aufgegeben. Tatsächlich lagen in der jungen Bundesrepublik rund 100 ehemalige Militärflugplätze, viele davon ohne Betonpisten, von denen die Alliierten allein 50 nutzten. Für Heeres- und Marineflieger wurden ebenso noch rund 30 Plätze benötigt. Künftig plante die Luftwaffe nach dem US-amerikanischen Vorbild "one Wing, one Base" übersetzt "Ein Geschwader, ein Stützpunkt" eine geschwaderweise Dislozierung. Die Verbände erhielten eine Dreiergliederung nach US-Muster, mit Fliegender, Technischer und Fliegerhorst Gruppe, die bis in die 1990er Jahre Bestand hatte. In diesem Jahr werden die Flugzeugführerschulen, kurz FFS, aufgestellt: FFS A (Grundschulung) in Landsberg, FFS B (Fortgeschrittenen- und Jetschulung) in Fürstenfeldbruck und FFS S (Transportflieger- und Hubschrauberausbildung sowie Blindflugschule) in Memmingen, mit Außenstellen in Mengen und Friedrichshafen, ab 1958 in Wunstorf, Diepholz (bis 1963) und Faßberg. In Lechfeld beginnt die Technische Schule "L" mit den Ausbildungsgruppen A und B den Ausbildungsbetrieb. Die Technische Schule "K" nimmt in Kaufbeuren den Ausbildungsbetrieb auf. In Putlos wird das Flugabwehrversuchsregiment in Dienst gestellt. In Nörvenich wird die Fernmeldelehr- und Versuchskompanie Nörvenich gegründet, die im Februar 1957 nach Lechfeld verlegt und dort zum Fernmeldelehr- und Versuchsregiment 61 aufgestockt wird. Im Mai 1958 erhält das Regiment eine fliegende Komponente. Erst mit C-47 D Dakota und später mit HFB 320 Hansa-Jet erfolgt die Ausbildung von Personal zur elektronischen Aufklärung.

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Stand vom: 25.11.13


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