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General Gerhard W. Back

Inspekteur der Luftwaffe von 2001 bis 2004

Generalleutnant Gerhard W. Back
Generalleutnant Gerhard W. Back (Quelle: Luftwaffe/Multimedia)Größere Abbildung anzeigen

Gerhard Back wurde am 10. Dezember 1944 geboren. Er trat nach dem Abitur 1965 in die Luftwaffe ein und durchlief die Ausbildung zum Aufklärungsflugzeugführer sowie die Generalstabsausbildung. Im Verlauf seiner Laufbahn folgten mehrere Verwendungen in den Aufklärungsgeschwadern, zuletzt, zwischen 1988 und 1990, als Kommodore des Aufklärungsgeschwaders 51 „Immelmann“ in Bremgarten.

Generalleutnant Gerhard W. Back
Generalleutnant Gerhard W. Back (Quelle: Luftwaffe/Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Im Zuge des deutschen Vereinigungsprozesses fungierte er als stellvertretender Leiter des Deutschen Verbindungskommandos zur Westgruppe der Truppen in Berlin-Treptow. Hier galt es, die Rückkehr der damaligen sowjetischen Truppen in ihre Heimat zu unterstützen. Über die Führung des Lufttransportkommandos und des Luftwaffenkommandos Nord führte ihn der Weg im Jahr 2000 auf die Hardthöhe nach Bonn als Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe. Am 1. April 2001 ernannte Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping Generalleutnant Back zum Inspekteur der Luftwaffe.

Bereits im Januar 2004 folgte eine neue Herausforderung: Back wurde als erster Luftwaffengeneral zum Commander des Allied Joint Force Command, vormals Regional Headquarters Allied Forces North, der NATO, mit Dienstsitz in Brunssum in den Niederlanden, unter gleichzeitiger Beförderung zum General ernannt. Diesem Kommando sind sämtliche Streitkräfte der NATO in Nord- und Mitteleuropa zugeordnet. Seine Tätigkeit als NATO Commander, wie auch schon seine Amtszeit als Inspekteur der Luftwaffe, war besonders durch den Einsatzbezug geprägt.

Am 31. Januar 2007 schied General Back aus dem aktiven Dienst aus. Für seine Verdienste wurde er mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

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Stichwort „Luftwaffe in der Transformation“

Wenngleich sich die Bundeswehr seit 1991 bereits fortwährend in Einsätzen im Ausland auch außerhalb des Bündnisgebietes der NATO befindet, ist die Intensität dieses Engagements seit 1999 von verschiedenen neuen Merkmalen gekennzeichnet. Unter zunehmender Einbeziehung auch von Nicht-NATO-Staaten und unter multinationaler Führung übernahm die Bundeswehr zunehmend Aufgaben als „Lead-Nation“ bei den verschiedensten Einsätzen, die auch mit einem hohen Risiko behaftet sind.

Hierfür reichten Strukturen und Fähigkeiten zur Landesverteidigung nicht mehr aus: Deshalb musste die Bundeswehr in die Lage versetzt werden, Einsätze zur Konfliktverhütung und Krisenbewältigung erfolgreich und über längere Zeit durchzuführen.

Diese Erkenntnis löste einen Transformationsprozess aus, der sich auf alle Bereiche der Streitkräfte nachhaltig auswirkt: Ausbildung, Ausrüstung, Organisation und Verfahren müssen den geänderten Anforderungen an die Streitkräfte angepasst werden - aber auch und vor allem Bewusstsein und Verhalten der Soldaten müssen auf die neuen Anforderungen ausgerichtet werden. Die Qualität der sogenannten „asymmetrischen Konflikte“ stellt höchste Anforderungen an den Soldaten der Bundeswehr in der Gegenwart und in der Zukunft.

Nicht weniger bedeutsam ist es, im Zuge dieses umfassenden Umbaus der Bundeswehr die Rolle und die Aufgaben der Luftwaffe wie ihrer Soldaten neu zu beschreiben. Ein Ergebnis ist das „Leitbild Team Luftwaffe“, das die Rolle der Luftwaffe in der Bundeswehr und insbesondere die Anforderungen an den Soldaten/die Soldatin im „Team Luftwaffe“ als Orientierungshilfe im und für den täglichen Dienst darstellt.

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Stand vom: 08.06.18


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