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Jagdbombergeschwader 34 "Allgäu" (1958 - 2003)

Das Jagdbombergeschwader 34 wurde 1958 zunächst mit den Aufgaben der Bekämpfung von feindlichen Luftstreitkräften – teilweise schon am Boden – und der Gefechtsfeldabriegelung aufgestellt.

Durch den Aufstellungsbefehl vom 29.11.1958 war das Geschwader zunächst in Nörvenich und ab dem Winter 1958 in Faßberg stationiert. Im April 1959 verlegte das Geschwader an seinen endgültigen Standort Memmingen, wo am 05.05.1959 die offizielle Indienststellung stattfand. Nachdem das Geschwader zunächst mit F-84 F Thunderstreak ausgestattet waren, erfolgte ab 1964 die Umrüstung auf F 104 G Starfighter, welche bis 1987 genutzt und dann durch den Tornado abgelöst wurden.

Mit dem Umbau der Luftwaffe im Rahmen der Luftwaffenstruktur 5 wurde das Geschwader am 30.06.2003 außer Dienst gestellt. Der Fliegerhorst wird als ziviler Flughafen „Allgäu Airport“ weitergenutzt.

Auftrag

Auftrag des JaboG 34 war der Schutz des Luftraums der NATO, insbesondere die Abriegelung in der Tiefe, die Gefechtsfeldabriegelung und die Luftnahunterstützung. Dabei stand der Luftangriff zur Bekämpfung feindlicher Ziele im Hinterland im Vordergrund.

Flugzeuge des JaboG 34 waren im Rahmen der Nuklearen Teilhabe der NATO als Trägersysteme für Atomwaffen eingeplant. Zudem war das Geschwader Teil der Krisenreaktionskräfte der Bundeswehr und sollte an Auslandseinsätze der Bundeswehr teilnehmen können.

Ereignisse im Überblick

Chronik
Datum Ereignis
29.11.1958 Aufstellungsbefehl des JaboG 34
24.11.1958 Vorübergehende Verlegung des Geschwaders auf den Fliegerhorst Faßberg
01.04.1959 Beginn der Verlegung von Faßberg zum Endstandort Fliegerhorst Memmingen
05.05.1959 Feierliche Indienststellung in Anwesenheit des Verteidigungsministers Strauß und des Inspekteurs der Luftwaffe Generalleutnant Kammhuber
01.10.1959 Unterstellung des Verbandes unter die NATO
1964 Unterstellung zur 1. Luftwaffendivision und Beginn der Umrüstung auf Starfighter
1968 Erstes Tac-EVAL der NATO nach der Umrüstung auf Starfighter wird bestanden
19.04.1970 Kommodore Oberstleutnant Kunz stirbt bei einem Flugunfall auf dem Weg von Frankreich nach Deutschland
26.11.1982

Übernahme der Tradition des Jagdgeschwaders 54 „Grünherz“ der Luftwaffe des Deutschen Reichs

1983 Einrichtung der „Zentralen Ausbildungseinheit F-104 G“
März 1987 Beginn der Umrüstung auf Tornado
21.12.1988 Verleihung des Fahnenbandes des Freistaats Bayern
08.05.1992 Verleihung des Beinamens „Allgäu“
30.06.2003 Außerdienststellung des JaboG 34

Standort

Der Aufbau des JaboG 34 erfolgte zunächst in Nörvenich und Faßberg, der endgültige Standort in Memmingen im Allgäu wurde 1959 bezogen.

Der Fliegerhorst in Memmingen wurde 1936 erbaut und im Zweiten Weltkrieg von der Luftwaffe genutzt. Mit der Außerdienststellung des JaboG 34 wird der Flugplatz zivil weitergenutzt.

Tabellarische Übersicht

Flugzeuge
Flugzeugbezeichnung Aufgabe Zeitraum
F-84F "Thunderstreak" Jagdbomber 01.10.1958-30.06.1964
F-104G Starfighter Jagdbomber 01.07.1964-1987
PA-200 "Tornado" IDS Jagdbomber März 1987-2003
"Tornado" ECR Jagdbomber 2003
Kommodore von - bis
Dienstgrad Name, Vorname von bis
Major Greve, Carl- Heinz 05.1958 30.09.1964
Oberst Rall, Günther 01.10.1964 31.03.1966
Oberstleutnant Flade, Hans- Ulrich 01.04.1966 31.03.1969
Oberstleutnant Kunz, Georg 01.04.1969 19.04.1970
Oberstleutnant Kuebart, Hans- Jörg 15.07.1970 31.03.1972
Oberst Liedtke, Joachim 01.04.1972 31.05.1975
Oberst Mengden, Bruno v. 01.06.1975 30.09.1980
Oberst Hammerstein, Hermann 01.10.1980 30.09.1983
Oberst Höche, Jürgen 01.10.1983 30.09.1985
Oberst Stehlim, Jürgen 01.10.1985 11.04.1990
Oberst Lemke, Horst 12.04.1990 31.03.1992
Oberst Freutel, Andris 01.04.1992 31.08.1994
Oberst Viereck, Karlheinz 01.09.1994 30.09.1996
Oberst Schneider, Heinrich 01.10.1996 30.06.1999
Oberst Ahrens, Uwe 01.07.1999 2001
Oberst Geissendörfer, Norbert 2001 2003

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Stand vom: 09.07.18


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