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Luftwaffenversorgungsregiment 4

Wappen Luftwaffenversorgungsregiment 4

Wappen Luftwaffenversorgungsregiment 4 (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Das Luftwaffenversorgungsregiment 4 wurde gemäß Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 111 vom 22. Dezember 1958 ab 1. Januar 1959 auf dem Fliegerhorst Büchel bei Cochem aufgestellt. Vorgänger war die zum 1. März 1957 aufgestellte Versorgungsgruppe Erding, die im August 1957 auf den Fliegerhorst Büchel verlegt wurde.

Das Luftwaffenversorgungsregiment 4 wurde bei seiner Aufstellung der Luftwaffengruppe Süd in jeder Hinsicht unterstellt. Das Regiment war verantwortlich für die Versorgung von Verbänden und Einheiten der Luftwaffe mit Ersatzteilen, Munition, Betriebsstoffen und Verbrauchsmaterial, die Durchführung von Versorgungstransporten im Bereich der Luftwaffengruppe Süd sowie für die Instandsetzung des Materials von Verbänden der Luftwaffe auf der Materialerhaltungsstufe 2 (Feldinstandsetzung). Im Februar 1959 wurde die Truppe an den Standort Trier-Euren und ab 15. Januar 1972 von Trier nach Mosbach/ Neckarzimmern (Befehl für die Verlegung vom 12. November 1971) verlegt.

Die ersten Einheiten des Regimentes zogen in die dortige, im Bergstock der Burg Hornberg gelegene, Untertageanlage. In dieser Untertageanlage erfolgte bis 1924 der Abbau von Gips. Während des 2. Weltkrieges wurde die Anlage für militärische Zwecke ausgebaut und genutzt. 1960 begannen die ersten Einlagerungen von Wehrmaterial für das Heer sowie der Ausbau und die Einrichtung des von der Luftwaffe genutzten Teils. Nach Ausbau und Modernisierung ist die Untertageanlage die größte, sicherheits- und brandschutzmäßig modernste und wirtschaftlichste unterirdische Anlage, über die die Bundeswehr verfügt. Die Unterstellung erfolgte ab 1970 beim, dem Luftwaffenunterstützungskommando nachgeordneten, Luftwaffenunterstützungsgruppenkommando Süd.

Dem Regiment waren seit Indienststellung wechselnd verschiedene Versorgungs- und Transporteinrichtungen unterstellt. 1998 waren ihm folgende Einheiten zugeordnet:

  • Luftwaffenwerft 41, Mosbach-Neckarzimmern
  • Luftwaffenmaterialdepot 41, Mosbach-Neckarzimmern
  • Luftwaffenkraftfahrzeugtransport- und Umschlagstaffel 41, Mosbach-Neckarzimmern
  • Luftwaffensanitätsstaffel, Mosbach-Neckarzimmern
  • Luftwaffenmunitionsdepot 41, Walldürn-Altheim
  • Luftwaffenmaterialdepot 42, Germersheim
  • Luftwaffensicherungsstaffel/ Luftwaffenversorgungsanlage Neckarzimmern
  • Materialkontrollzentrum der Luftwaffe Süd

Seit Beginn der internationalen Friedensmission im ehemaligen Jugoslawien im Juni 1995 stellte das Regiment Soldaten zu Auslandseinsätzen ab. Im jeweiligen Einsatzland nehmen die Soldaten überwiegend Aufgaben auf dem logistischen Sektor für die deutschen Friedenstruppen wahr. Als erster deutscher Verband leistete das Regiment, als Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York, Unterstützung für die in Deutschland stationierten amerikanischen Streitkräfte, indem es die Bewachung des amerikanischen Airfield Heidelberg übernahm.

Zum 1. Juli 2002 erfolgte für das Luftwaffenversorgungsregiment 4 der Wechsel aus dem Bereich der Luftwaffe in die Streitkräftebasis.

Die Kommandeure
Dienstgrad Name, Vorname von bis
Oberst Sandtrock, Dethhardt 1959 07.11.1962
Oberst Schulte, Gerhard 07.12.1962 13.09.1963
Oberst Kerscher, Gerhard 13.09.1963 12.03.1965
Oberst Baumgart, Gerhard 12.03.1965 30.09.1969
Oberst Panse, Werner 01.10.1969 29.03.1972
Oberst Peters, Robert 01.04.1972 30.09.1973
Oberst Bach, Ludwig 01.10.1973 30.09.1979
Oberst Ranzinger, Hermann 01.04.1979 04.06.1981
Oberst Wilfert, Dieter 04.06.1981 19.03.1986
Oberst Kahl, Peter 19.03.1986 04.1990
Oberst Wohak, Heinz 18.05.1990 30.09.1992
Oberst Sterk, Wilhelm 01.10.1992 13.12.1994
Oberst May, Günter 13.12.1994 17.09.1996
Oberst Becker, Hubertus 17.09.1996 14.01.2000
Oberst Reinhard, Jürgen 14.01.2000 30.06.2002

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Stand vom: 25.11.13


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