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Bell 47G-2

Merkmale:

Zweisitziger Hubschrauber mit Kolbenmotor und Zwei-Blatt-Rotor. Markante Goldfisch-Glaskuppel. Die Cockpits besaßen keine Türen und waren an den Seiten offen. Später verlängerte man die Zelle und es kam somit ein dritter Sitzplatz hinzu.

Aufgabe:

Eine Bell bei der Landung
Eine Bell bei der Landung (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Leichter Mehrzweckhubschrauber. Bei der Luftwaffe wurde er hauptsächlich in der Schulung eingesetzt. Das Heer nutzte ihn kurzzeitig als Verbindungs- und Beobachtungshubschrauber.

Nutzungszeitraum:

Bell im Tiefflug über Zuschauer
Bell im Tiefflug über ZuschauerGrößere Abbildung anzeigen

Ab Herbst 1956 lieferte die Bell Aircraft Cooperation die ersten Maschinen an die Bundeswehr. Acht Maschinen gingen zu Schulungszwecken an die Hubschraubergruppe der Flugzeugführerschule S in Memmingen und sechs zur Erprobung an das Heer. Mit Einführung des Alouette II beim Heer wurden die Maschinen 1959 an die Luftwaffe abgegeben. Bei der Luftwaffe flogen sie bis 1974, als die Ausbildung der Hubschrauberpiloten in die USA (Fort Rucker) ausgelagert wurde.

Informationen:

Auch wenn der H-13 Sioux durch sein Flugverhalten überzeugte, so entsprach er nicht den taktischen Anforderungen als Verbindungs- und beobachtungshubschrauber für das Heer. Die Luftwaffe nutzte die Maschine für die Anfängerschulung ihrer Hubschrauberpiloten. Insgesamt 45 Maschinen wurden angeschafft, wovon 31 in Lizenz von Agusta in Italien gefertigt.

Verband / Dienststelle:

Zunächst flogen die Bell 47G-2 der Luftwaffe bei der Flugzeugführerschule S (FFS S) in Memmingen, bevor sie später der 3. Ausbildungsstaffel der FFS S in Faßberg zugeteilt wurden. Im Januar 1970 wurde daraus die Hubschrauberführerschule der Luftwaffe. Darüber hinaus kamen die Maschinen bei der 1. Luftrettungs- und Verbindungsstaffel in Fürstenfeldbruck zum Einsatz, wo sie neben Rettungseinsätzen dür die Gebirgsflugausbildung eingesetzt wurde. 1965 wurden die Maschinen von dort zur 3.FFS S nach Faßberg verlegt.

Hubschrauber:

Bei der Luftwaffe trugen die Maschinen die Verbandsregistrierungen AS+ mit dreistelliger Nummer für die FFS S und LA+ mit dreistelliger Nummer die 1. Luftrettungs- und Verbindungsstaffel. Ab 1968 erhielten sie die Kennzeichen 74+01 bis 74+38.

Technische Daten:

Technische Daten
Hersteller: Bell Aircraft Corporation
Triebwerk: Lycoming VO-435-A1D 6-Zylinder-Boxermotor
Leistung: 191 kW
Länge: 8,33m
Höhe: 2,84m
Spannweite Rotor: 11,32 m
Leergewicht: 786 kg
Max. Abfluggewicht: 1.293 kg
Höchstgeschwindigkeit: 169 km/h
Reisegeschwindigkeit: 135 km/h
Dienstgipfelhöhe: 3.200 m
Reichweite: 400 km
Besatzung: 2 + 1 Passagier
Erstflug: 08.12.1945

Besonderheiten:

Die Bell 47 gehört zu den erfolgreichsten Hubschraubern die jemals gebaut wurden. Anfang März 1946 erhielt er als weltweit erster Hubschrauber seine zivile Musterzulassung. Über 7400 Exemplare wurden gebaut.


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Stand vom: 28.11.17 | Autor: Tobias Billig


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