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Piaggio P-149D

Merkmale:

Piaggio P-149D in der Luft
Piaggio P-149D in der Luft (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Viersitziger Ganzmetall-Tiefdecker mit Einziehfahrwerk. Angetrieben wurde die P.149D von einem Lycoming Sechszylinder Boxermotor mit Verstellpropeller. Sie zeichnete sich durch gutmütiges Flugverhalten und technische Zuverlässigkeit aus.

Aufgaben:

Piaggio P-149D bei Betankung
Piaggio P-149D bei Betankung (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Viersitziges Schul- und Verbindungsflugzeug

Nutzungszeitraum:

Mehrere Piaggio P-149D auf Platte aufgereiht
Mehrere Piaggio P-149D auf Platte aufgereiht (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

1957 - 1990

Informationen:

Bei der Flugzeugführerschule (FFS) S in Memmingen setzte man ab 1957 die Piaggios für die Eignungsfeststellung (Screening) und die Basisschulung der fliegenden Personals von Luftwaffe und Marine ein. Mit Verlegung der FFS S ging ein Teil der Maschinen über Diepholz (FFS S Anteil Einmot) nach Uetersen, wo sie ab 1963 die Piper L-18C ablösten. Die Eignungsfeststellung (Screening) fand dort bis 1971 beim Fluganwärterregiment statt. Mit Verlegung des FlAnwRgt nach Neubiberg und seiner Eingliederung in die dortige Fluglehrgruppe, gelangten die Flugzeuge wieder nach Süddeutschland. Am 1. April 1973 wurden sie der WaSLw 50 (ab 29.09.78 JaboG 49) in Fürstenfeldbruck unterstellt, wo sie bis 1990 flogen. Das Screening wurde bereits 1989 in die USA verlegt, wo es zunächst auf der Beechcraft F-33A Bonanza und ab 2002 auf der Grob 120A beim Lufthansa-Schulungs-Zentrum in Goodyear/USA durchgeführt wird.

Verband / Dienststelle:

Neben der Flugzeugführerschule (FFS) S in Memmingen erhielten die meisten fliegenden Verbände und einige andere Dienstellen die P.149D als Verbindungs- und Kurierflugzeug.

Bei der Marine kamen ebenfalls 12 Piaggio zum Einsatz. Sie flogen bei der Marine- Dienst- und Seenotstaffel, sowie bei MFG 2 und 3.

Flugzeuge:

Insgesamt 262 Maschinen wurden bei der Bundeswehr in Dienst gestellt. 72 Flugzeuge wurden von Piaggio aus Italien geliefert. Die restlichen 190 P.149D wurden von Focke-Wulf in Bremen ab 1957 in Lizenz gefertigt. Die taktischen Kennzeichen der Maschinen setzten sich bis 1968 aus den Buchstabenkennungen der Einheiten und einer dreistelligen Nummer zusammen. Danach erhielten die "Pitschis", wie sie von den Piloten genannt wurden, die Nummernserie 90+01 bis 92+27.

Technische Daten:

Technische Daten
Hersteller: Piaggio (Focke Wulf; Bremen)
Triebwerk: AVCO Lycoming GO-480
Leistung: 200kW
Länge: 8,52m
Höhe: 2,85m
Spannweite: 11,12m
Leergewicht: 1.160kg
Max. Abfluggewicht: 1.650kg/h
Höchstgeschwindigkeit: 300km/h
Reisegeschwindigkeit: 248km/h
Dienstgipfelhöhe: 6.050m
Reichweite: 1.060km
Besatzung: 2 + 2 Passagiere
Erstflug: 19.06.1953

Besonderheiten:

33 Jahre war die "Pitschi", wie sie von vielen Piloten genannt wurde, bei der Bundeswehr im Einsatz. Ab 1972 gingen einige Maschinen an zivile Halter. Mehrere Maschinen wurden im Rahmen der Wirtschaftshilfe an Nigeria und Uganda abgegeben. darüber hinaus erhielten einige Sportfluggruppen der Bundeswehr Piaggios mit militärischen Kennungen, die nach dem 31.03.1980 durch zivile Kennungen ersetzt wurden.


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Stand vom: 28.11.17 | Autor: Tobias Billig


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