Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Waffen und Technik > Transportflugzeuge > Noratlas 

Merkmale

Noratlas auf dem Rollfeld
Noratlas auf dem RollfeldGrößere Abbildung anzeigen
Zweimotoriger Ganzmetallschulterdecker mit Rumpfgondel und zwei charakteristischen Doppelleitwerksträgern

Nutzungszeitraum

Noratlas vom LTG 62
Noratlas vom LTG 62Größere Abbildung anzeigen

1956-1980 Der letzte Flug einer Noratlas der Lufttransportgeschwader fand am 30.06.1971 beim Lufttransportgeschwadern 61 in Landsberg statt. Danach flogen bis 1974 noch 5 Noras bei der Waffenschule 50 in Fürstenfeldbruck als Hörsaalflugzeuge bei der Ausbildung der Kampfbeobachter für die F-4F Phantom. Weitere zwei Maschinen flogen zeitweise Zieldarstellung mit Schleppzielen. Als letzte N.2501D beendete die 99+14 am 16. Dezember 1980 die Ära der Nora bei der Bundeswehr.

Informationen

Ab Ende 1956 erhielt die Bundeswehr 186 Stück. Die ersten 25 Maschinen stammten aus französischer Produktion. Die restlichen Maschinen wurden von der Arbeitsgemeinschaft Flugzeugbau Nord GmbH gefertigt, die ein Konsortium aus HFB, Weser Flugzeugbau GmbH und Siebel ATG war. Die erste in Deutschland gefertigte Noratlas wurde am 05.09.1958 an die Luftwaffe ausgeliefert.

Einheiten

Eingesetzt war die Nora neben den Lufttransportgeschwadern 61, 62, 63 in geringen Stückzahlen auch bei der Technischen Schule 3 der Luftwaffe, beim Fernmelde- und Versuchsregiment 61 und bei der Flugzeugführerschule S. Bei der Erprobungsstelle 61 in Manching flogen ab 1963 neben einigen Serienmaschinen auch zwei N2508, welche die Bundeswehr zu Testzwecken angeschafft hatte. Diese Versionen waren mit 2 Pratt&Whitney CB17 Triebwerken, sowie zwei Marbore Strahltriebwerken an den Flächenenden ausgestattet.

Luftfahrzeuge

Die Maschinen trugen die Kennzeichen ihrer jeweiligen Einheiten (GA+…, GB+…, GC+…, XA+…, AS+…, BD+…, BF+…, ND+…, YF+…) Ab 1968 wurden die Kennzeichen 52+01 bis 53+59 verwendet.

Technische Daten

Technische Daten
Hersteller: Nord Aviation / Flugzeugbau Nord
Triebwerk: 2 x SNECMA 14-Zylinder Sternmotoren mit 4-Blatt-Propellern
Leistung: je 1500 kW
Länge: 21,90 m
Höhe: 6,00 m
Spannweite: 32,50 m
Leergewicht: 13350 kg
Max. Abfluggewicht: 21800 kg
Höchstgeschwindigkeit: 400 km/h
Reisegeschwindigkeit: 325 km/h
Dienstgipfelhöhe: 7500 m
Reichweite: 1500 km bei voller Zuladung
Besatzung: 4-5 + 42 Passagier oder 30 Verletzte
Erstflug: 10.09.1949

Besonderheiten

Zu den spektakulärsten Einsätzen der Nora gehörte neben häufigen Hilfsflügen zu Katastrophen- und Notstandsgebieten Afrikas und des Nahen Ostens besonders die Sturmflutkatastrophe 1962 in Hamburg.

Fußzeile

nach oben

Stand vom: 28.11.17


http://www.geschichte.luftwaffe.de/portal/poc/geschlw?uri=ci%3Abw.lw_geschlw.waffe.transfz.atlas