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Fiat G-91R3, G-91R4 und G-91T3

Merkmale

Einstrahliger Tiefdecker mit Kinn-Einlauf und stark gepfeilten Tragflächen.

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Mehere Fiat G-91 auf der Platte

Mehere Fiat G-91 auf der PlatteGrößere Abbildung anzeigen

Nutzungszeitraum

1960-1982

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Fiat G-91 im Flug

Fiat G-91 im Flug (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Informationen

Insgesamt wurden etwa 450 Fiat G-91 an die Luftwaffe ausgeliefert. Ein Großteil davon wurde von der Flugzeug Union Süd und Dornier in Lizenz gefertigt.

Zwischen Juli 1961 und Mai 1966 wurden 294 G-91R/3 und 22 doppelsitzige G-91T/3 in Deutschland hergestellt. Hinzu kamen etwa 40 G-91R/3, 44 G-91T/3 und 50 G-91R/4 aus italienischer Produktion.

Von den 50 G-91R/4, die ursprünglich für Griechenland und die Türkei vorgesehen waren, wurden 40 Maschinen bereits nach kurzer Zeit an die portugiesischen Luftstreitkräfte abgegeben. Bei Außerdienststellung Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre wurde nochmals eine größere Anzahl Maschinen an Portugal abgegeben.

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Geschwader

Die Fiat G-91 wurde zunächst bei der Waffenschule der Luftwaffe 50, kurz WaSLw 50, in Erding eingeführt. Dort wurden die Piloten auf die "Gina" geschult. Aus dem Personal- und Flugzeugbestand wurden die Aufklärungsgeschwader 53 und 54 in Erding aufgestellt und an die Zielstandorte Leipheim beziehungsweise Oldenburg verlegt. Die WaSLw 50 selbst verlegte 1964 nach Fürstenfeldbruck. Die Flugzeugführerschule B wurde in die WaSLw 50 integriert. Mit der Umrüstung auf den AlphaJet wurde die Schule in Jagdbombergeschwader 49 umbenannt. Die letzten Fiat G-91 wurden 1982 abgegeben.

Ab 1964 wurden die Fiat G-91 sowohl als leichter Jagdbomber als auch zur Aufklärung über dem Gefechtsfeld eingesetzt. Mit dieser Doppelrolle wurden die Geschwader zunächst in Jagdbombergeschwader und dann bis zur Umrüstung auf andere Waffensysteme in Leichte Kampfgeschwader umbenannt.

Weiterführende Information zu Geschwaderumbenennungen sind den Geschwaderbeschreibungen unter Übersicht Leichte Kampfverbände zu entnehmen.

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Luftfahrzeuge

Kennungen und Verbandszugehörigkeiten bis 1967
Kennung Verband Standort
BD- Waffenschule der Luftwaffe 50 Erding/Fürsty
DG- Jagdbombergeschwader 41 Husum
DH- Jagdbombergeschwader 42 Sobernheim
EC- Aufklärungsgeschwader 53 Leipheim
ED- Aufklärungsgeschwader 54 Oldenburg
MA- Leichtes Kampfgeschwader 41 Husum
MB- Leichtes Kampfgeschwader 42 Sobernheim
MC- Leichtes Kampfgeschwader 43 Oldenburg
MD- Leichtes Kampfgeschwader 44 Leipheim

1967 erhielten alle noch in Nutzung befindlichen einsitzigen Fiat G-91 die Kennzeichen 30+01 bis 33+23. Die doppelsitzigen Trainer flogen mit den Kennungen 34+01 bis 34+62.

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Technische Daten

Technische Daten
Hersteller Fiat / Dornier Fiat / Dornier
Typ G-91R/3 G-91T/3
Triebwerk Bristol Siddeley / Rolls Royce Orpheus Mk.803 D11 Bristol Siddeley / Rolls Royce Orpheus Mk.803 D11
Leistung / Schub 22,2 kN 22,2 kN
Länge 10,29 m 11,67 m
Höhe 3,96 m 4,45 m
Spannweite 8,53 m 8,53 m
Leergewicht 3.100 kg 3.865 kg
Max. Abfluggewicht 5250 kg 5.250 kg
Höchstgeschwindigkeit 1.075 km/h 1.075 km/h
Reisegeschwindigkeit 670 km/h 670 km/h
Dienstgipfelhöhe 13.100 m 13.100 m
Reichweite 630 km Tiefflug 630 km Tiefflug
Überführungsreichweite 1.800 km 1.800 km
Bewaffnung 2 Maschinenkanonen DEFA 552 Kaliber 30 mm
ca. 1.000 kg Sprengbomben oder ungelenkte Raketen
2 Maschinenkanonen DEFA 552 Kaliber 30 mm
ca. 1.000 kg Sprengbomben oder ungelenkte Raketen
Sensoren 3 x 70 mm Kameras in der Nase 3 x 70 mm Kameras in der Nase
Besatzung 1 2
Erstflug 09.08.1956 31.05.1960)

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Besonderheiten

Die Fiat G-91 erinnert in ihrem Erscheinungsbild stark an die North American F-86K Sabre Dog, die in den fünfziger Jahren bei Fiat in Italien endmontiert wurde. Die "Gina", wie die Fiat G-91 schnell genannt wurde, war das erste in Deutschland produzierte Jet-Flugzeug nach dem Zeiten Weltkrieg und konnte auch von unbefestigten Pisten starten.

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Bilder


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Stand vom: 26.11.13


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