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SA-5 Gammon

Das SA-5 Gammon Flugabwehrraktensystem der NVA wurde nach der Wiedervereinigung von der Bundeswehr übernommen und bis 1993 weiterverwendet. SA-5 waren im Flugabwehrgeschwader 51 in Sanitz und im Flugabwehrraketengeschwader 52 in Ladeburg stationiert. In der DDR und in der Sowjetunion wurde das System als S-200 Wega bezeichnet.

Merkmale:

Die SA-5 ist ein allwetterfähiges, stationäres Flugabwehrraketensystem großer Reichweite zur Bekämpfung von Zielen in mittlerer und großer Höhe. Das System besteht aus einem Suchradar ‚Tall King‘, dem Zielsuch- und Verfolgungsradargerät ‚Bar Lock‘, dem Höhenmessradar ‚Side Net‘, dem Feuerleitradar ‚Square Pair‘, dem ‚Parol‘ Freund-Feind-Abfragesystem, der Führungs- und Zielzuweisungskabine ‚K9‘, sowie der Startrampe ‚5P72‘. Die Radarkomponenten sind dabei nicht in der Rakete selbst verbaut, sondern bilden eine Stellung um die Startrampe. Die maximale Reichweite der Rakete beträgt 240 km.

Aufgabe:

Die SA-5 wurde zur Bekämpfung von Zielen in weiter Entfernung und mittleren und großen Höhen entwickelt. Sie dienen zur Bekämpfung von Flugzeugen, fliegenden Gefechtsständen wie der AWACS und unbemannten Fluggeräten.

Nutzungszeitraum:

1984-1990 NVA

1990-1993 Bundeswehr

Informationen:

Die Entwicklung der SA-5 wurde 1958 begonnen, 1967 wurde die Rakete als S-200 Angara mit einer Reichweite von 160km in der sowjetischen Armee eingeführt; Weiterentwicklungen wurden 1976 abgeschlossen.

Die SA-5 wurde in der DDR unter dem Namen S-200 Wega ab 1984 genutzt. Insgesamt nutzte die NVA 24 S-200 Systeme, aufgeteilt auf 4 Feuereinheiten in der 41.Fla-Raketenbrigade „Hermann Duncker“ in Ladeburg und der 43. Fla-Raketenbrigade „Erich Weihnert“ in Sanitz.

Die S-200 Systeme der NVA wurden befristet bis 1992 durch die Bundeswehr übernommen, die beiden Fla-Raketenbrigaden wurden als Flugabwehrraketengeschwader 51 in Sanitz und Flugabwehrraketengeschwader 52 in Ladeburg in die Organisationsstruktur der Bundeswehr überführt.

Technische Daten:

Länge mit Starthilferaketen: 10,8 m
Durchmesser: 0,85 m
Spannweite (mit Flügeln): 2,85 m
Gewicht: 7018 kg
Geschwindigkeit: 1200 m/s
Reichweite: 17-240 km
Höhe: 500 – 40.000 m
Gefechtskopf: 217 kg Splittersprengkopf

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Stand vom: 14.06.18


https://www.geschichte.luftwaffe.de/portal/poc/geschlw?uri=ci%3Abw.lw_geschlw.waffe.abwehr.sa5