Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Waffen und Technik > Jagdbomber > F-4F Phantom 

F-4F Phantom

Merkmale

Eine startende F-4F Phantom II ICE
Eine startende F-4F Phantom II ICEGrößere Abbildung anzeigen
Zweistrahliger Tiefdecker mit nach oben abgewinkelten Tragflächenspitzen und nach unten zeigenden Höhenrudern. Gegenüber der RF-4E besitzt die F-4F Vorflügel an den Tragflächen, die die Manövrierfähigkeit und Langsamflugeigenschaften verbessern.

Nutzungszeitraum

Nutzungszeitraum
RF-4E 1971-1993
F-4E 1977-1991
F-4F 1974-2013

Informationen

2 F-4F Phantom über einem Waldgebiet
2 F-4F Phantom über einem WaldgebietGrößere Abbildung anzeigen

Die Luftwaffe setzte ab Januar 1971 die RF-4E Phantom II als Aufklärer ein. 88 Maschinen wurden 1971 und 1972 an das Aufklärungsgeschwader (AG) 51 "Immelmann" und das AG 52 ausgeliefert. Von 1973 bis 1975 erhielt die Luftwaffe dann insgesamt 175 F-4F Phantom II für den Einsatz als Jäger und Jagdbomber. In der Zeit von 1977 bis 1991 wurden zusätzlich 10 Luftfahrzeuge von Typ F-4E auf der George Air Force Base (AFB) in Kalifornien zur Schulung von Piloten und Waffensystemoffizieren (WSO) eingesetzt. 110 F-4F wurden von 1991 bis 1996 mit dem APG-65 Radar und AMRAAM-Lenkflugkörpern (Advanced Medium Range Air-to-Air Missile) kampfwertgesteigert. Seit dem Jahr 2004 wurde die Phantom nunmehr durch den Eurofighter abgelöst. Die letzte F-4F hat die Luftwaffe im Juli 2013 verlassen, nachdem das Jagdgeschwader 71 auf den Eurofighter umgerüstet wurde.

Einheiten

Einheiten
Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann"Bremgarten
Aufklärungsgeschwader 52 Leck
Jagdgeschwader 71 "Richthofen"Wittmund
Jagdgeschwader 74 Neuburg an der Donau
Jagdbombergeschwader 35 Pferdsfeld
Jagdbombergeschwader 36

Rheine

Luftfahrzeuge

Eine F-4F Phantom des Jagdgeschwaders 72
Eine F-4F Phantom des Jagdgeschwaders 72Größere Abbildung anzeigen
Die RF-4E Phantom II trugen die taktischen Kennzeichen 35+01 bis 35+88. Für die F-4F nutze die Registrierungen 37+01 bis 38+75. Die zehn F-4E in der Pilotenschulung auf der George AFB USA hatten nur die Seriennummern 75-0628 bis 75-0637.

Technische Daten

Technische Daten
Hersteller:McDonnell Douglas
Triebwerk:2 x General Electric J79-GE-17A
Leistung / Schub:je 52,5 kN (79,24 kN mit Nachbrenner)
Länge:19,20 m
Höhe:5,02 m
Spannweite:11,70 m
Leergewicht:13800 kg
Max. Abfluggewicht:28000 kg
Höchstgeschwindigkeit:1300 km/h in Bodennähe / Mach 1,9 in 12000? m
Marschgeschwindigkeit:780 km/h
Dienstgipfelhöhe:16500 m (bei Luftwaffe nur bis 14630 m zugelassen)
Reichweite:1150 km
Überführungsreichweite3180 km
Bewaffnung F-4F:M61A1 Vulcan Bordkanone mit 6x 20 mm,
bis zu vier AIM-9L Luft-Luft-Flugkörper (Infrarot),
bis zu vier AIM-120 AMRAAM Luft-Luft Lenkwaffen,
(vormals als Jagdbomber versch. Bomben bis 5600 kg)
Sensoren RF-4E:Schrägsichtkamera in Flugrichtung, eine Tiefflugkamera für 180°-Panorama-Aufnahmen von Horizont zu Horizont
2 Kameras für mittlere und große Höhen.
Besatzung: 2 (Pilot / Waffensystemoffizieren)
Erstflug: 27.05.1958

Besonderheiten

Bis zum Auslaufen der Produktion im Oktober 1979 wurden insgesamt 5201 Maschinen in nicht weniger als 14 verschiedenen Versionen bei McDonnell Douglas oder Lizenznehmern gefertigt. Eingesetzt wurde sie unter anderem in Amerika bei Navy, Marine Corps und Air Force, in Japan, Süd-Korea, Iran, Israel, Ägypten, Australien, Türkei, Griechenland, Spanien, Großbritannien und der Bundesrepublik.

Fußzeile

nach oben

Stand vom: 17.02.2019


https://www.geschichte.luftwaffe.de/portal/poc/geschlw?uri=ci%3Abw.lw_geschlw.waffe.jagdbo.phantom