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MiG-29 Fulcrum

Merkmale

MiG-29 Fulcrum im Flug
MiG-29 im Flug (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Zweistrahliger Mitteldecker mit tragendem Rumpf und Doppelseitenleitwerk.

Nutzungszeitraum

MiG-29 und F-18 am Matterhorn
MiG-29 und F-18 am Matterhorn (Quelle: Jagdgeschwader 73 "Steinhoff")Größere Abbildung anzeigen

Mit dem Jagdflugzeug MiG-29 Fulcrum wurden von 1990 bis ins Jahr 2004 Einsätze der Luftwaffe geflogen.

Informationen

MiG-29 auf dem Rollfeld
MiG-29 auf dem RollfeldGrößere Abbildung anzeigen

Das Waffensystem MiG-29 hat in der Bundesluftwaffe einen vielsagenden geschichtlichen Hintergrund. Als einziges russisches Kampfflugzeug wurde die MiG-29 nach der Wiedervereinigung Deutschlands von der ehemaligen NVA in die Luftwaffe übernommen und nach westlichen Grundsätzen eingesetzt. Ab Januar 1991 wurde bei der Luftwaffe mit der offiziellen Erprobung der MiG-29 begonnen. Nach der Aufstellung des Erprobungsgeschwaders MiG-29 auf dem Flugplatz Preschen wurde im Juli 1991 von der Bundesregierung entschieden die MiG-29 in die NATO-Luftverteidigungsstruktur zu integrieren.
Sie wurde zur Sicherung des Luftraums der NATO eingesetzt. Sie steigerte das Ansehen der Bundeswehr bei seinen Bündnispartnern enorm. Die MiG-29 wurden ab September 2003 an die Polnischen Luftstreitkräfte abgegeben. Die letzten neun Maschinen starteten am 04.08.2004 vom Fliegerhorst Laage Richtung Bydgoscz in Polen.

Einheiten

Das Jagdfliegergeschwader (JG) 3 Wladimir Komarow in Preschen wurde nach der Wiedervereinigung umbenannt in Erprobungsgeschwader MiG-29.1993 wurde entschieden das Erprobungsgeschwader MiG-29 mit dem Jagdbombergeschwader 35 in Laage bei Rostock zusammenzuführen und es Jagdgeschwader 73 zu nennen. Im Herbst 1994 flogen die MiG-29 von Preschen nach Laage. Am 18. September 1997 wurde das zusammengeführte JG 73 offiziell in Dienst gestellt und erhielt den Traditionsnamen "Steinhoff".

Luftfahrzeuge

Insgesamt 24 MiG-29 flogen bei der Luftwaffe. Die 20 einsitzigen MiG-29A (Bundeswehrbezeichnung MiG-29G) trugen die Kennzeichen 29+01 bis 29+21 (29+13 nicht vergeben). Die vier Doppelsitzer mit der Bezeichnung MiG-29UB (Bundeswehrbezeichnung MiG-29GT) hatten die Registrierungen 29+22 bis 29+25.

Technische Daten

Technische Daten
Hersteller: Mikojan-Gurewitsch
Triebwerke: 2 x Klimow RD-33
Leistung / Schub: je 81,4 kN mit Nachbrenner
Länge: 17,32 m (mit Staurohr)
Höhe: 4,73 m
Spannweite: 11,36 m
Leergewicht: 10900 kg
Max. Abfluggewicht: 18000 kg
Höchstgeschwindigkeit: 1500 km/h Bodennähe
2450 km/h / 2,3 Mach in 11000 m
Marschgeschwindigkeit: 1200 km/h
Dienstgipfelhöhe: 18000 m
Reichweite: 2100 km mit Rumpfzusatzbehälter
Bewaffnung: 1 x Bordkanone Bordkanone GSch-30/1 mit 30 mm
6 x Unterflügelstationen für Luft-Luft-Lenkflugkörper, Bomben bis 2000 kg oder ungelenkte Raketen.
Besatzung: 1
Erstflug: 06.10.1977
Kennzeichnung: Einsitzige MiGs: 29+01 bis 29+21 (29+13 nicht vergeben)
Zweisitzige MiGs: 29+22 bis 29+25

Besonderheiten

Die Maschinen verfügten über ein Infrarotzielsystem (IRTS Infrared Track and Search) mit Laserentfernungsmesser. Zusammen mit dem optischen Helmvisier (HMS – Helmet Mounted Sight) für die Zielzuweisung konnten Raketen auf Ziele abgeschossen werden auch wenn das eigene Flugzeug in eine andere Richtung zeigte.


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Stand vom: 28.11.17


https://www.geschichte.luftwaffe.de/portal/poc/geschlw?uri=ci%3Abw.lw_geschlw.waffe.jagdfz.mig29