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VAK-191B

VAK-191B auf der Rollbahn

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Merkmale

Hochdecker mit kleinen gepfeilten Tragflächen und im Rumpf integrierten Hub- und Marschtriebwerken.

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Nutzungszeitraum

1971-1975

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Informationen

Mit der Entwicklung der VAK 191B (Vertikal startendes Aufklärungs- und Kampfflugzeug) wurde bei VFW (Vereinigte Flugtechnische Werke), einem Zusammenschluss aus Focke-Wulf, Heinkel und Weser Flugzeugbau, im Jahr 1963 begonnen. Ab 1965 beteiligte sich Fiat aus Italien und Hawker aus Großbritannien an den Arbeiten. Das Projekt dieses Senkrechtstarters sollte zu einem leichten Jagdbomber und Aufklärer führen, der am Ende die Fiat G-91 ablösen sollte. Nachdem die Mittel von der Bundesregierung zu Gunsten der Entwicklung des MRCA Tornado gestrichen wurden, band man das Projekt in die alternative Geräteerprobung für den Tornado ein. Darüber hinaus wurde Mitte 1974 noch ein zwölfmonatiges Testprogramm mit der US Navy begonnen. Im September 1975 wurde ein letzter Flug durchgeführt, bevor die Maschinen stillgelegt wurden.

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Einheiten

Vereinigte Flugtechnische Werke in Bremen und ab April 1972 die Erprobungsstelle 61 für Luftfahrtgerät der Bundeswehr in Manching

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Luftfahrzeuge

Drei Prototypen wurden gebaut. Die Maschinen trugen MBL-Kennzeichen der Materialprüfstelle der Bundeswehr für Luftfahrzeuge. (D-9563, D-9564 und D-9565 für die V1, V2 und V3)

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Technische Daten

Technische Daten
Hersteller: VFW - Vereinigte Flugtechnische Werke
Triebwerke: 2 x Rolls Royce RB 162-81F-08 Hubtriebwerke
1 x Rolls Royce/MTU RB 193-12 Marschtriebwerk
Leistung / Schub: je 26,5 kN (RB 62-81F-08) und 45,2 kN (RB 193-12)
Länge: 14,72 m
Höhe: 4,30 m
Spannweite: 6,16 m
Leergewicht: 5562 kg
Max. Abfluggewicht: 8507 kg
Höchstgeschwindigkeit: 1100 km/h
Reisegeschwindigkeit: 750 km/h
Dienstgipfelhöhe: 14500 m
Reichweite: 900 km
Besatzung: 1
Erstflug: 10.09.1971

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Besonderheiten

Die drei gemeinschaftlich von Rolls Royce und MAN (später MTU) entwickelten Triebwerke waren konventionell im Flugzeugrumpf untergebracht. Von den zwei RB162-81 Hubtriebwerken war eines im vorderen Rumpf hinter dem Cockpit und das andere im Rumpfheck positioniert. Die VAK 191B diente als Erprobungsträger für das am Anfang stehende Projekt MRCA Tornado. Beim zweiten Prototypen wurde beispielsweise eine Fly-by-Wire-Steuerung getestet.

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Fußzeile

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Stand vom: 25.11.13


https://www.geschichte.luftwaffe.de/portal/poc/geschlw?uri=ci%3Abw.lw_geschlw.waffe.projekt.vak191b